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Hager FI Schutzschalter - Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter)

 

FI Schutzschalter - Fehlerstromschutzschalter (RCD) 

30mA -  Fehlerstromschutzeinrichtungen, FI-Schutzschalter, FI Schalter sind für alle Steckdosenstromkreise vorgeschrieben,  die dem Laien zugänglich sind. Pro Wohneinheit sollten die Stromkreise auf mindestens 2 FI-Schutzeinrichtungen aufgeteilt werden.
Die Amperangabe z.B. 40A beschreibt die max. Dauerbelastbarkeit des FI´s. Diese muss und sollte nicht ausgereizt oder übersichert werden.

Der FI-Schutzschalterschalter, so die ältere Bezeichnung des Fehlerstrom-Schutzschalters, wie er allerdings umgangssprachlich noch öfter benutzt wird, dienen der Reduzierung lebensgefährlicher Stromunfälle in Niederspannungsnetzen indem sie gefährlich hohe Fehlerströme gegen Erde verhindern. Der Fehlerstrom-Schutzschalter kann ich Altanlagen ebenfalls als ortsfester FI Schalter in Steckdosenform eingesetzt werden. Die Hauptaufgabe des Fehlerstrom-Schutzschalters ist der Schutz von Menschen und Tieren gegen elektrischen Schlag. Nur durch eine Kombination aus Basisschutz und Fehlerschutz wird dieses erreicht, der FI-Schutzschalter allerdings geht sogar darüber hinaus. Der zusätzliche Schutz gilt als wichtigste Anforderung neben dem Fehlerschutz und dem Brandschutz. Als eine Maßnahme unter bestimmten Bedingungen wird der zusätzliche Schutz definiert, dazu gehört der Fehlerstrom-Schutzschalter mit seiner Schutzwirkung für den Fall, dass der Basisschutz und der Brandschutz gleichzeitig versagt. Automatisch springt an dieser Stelle dann der  FI-Schutzschalter ein. Dies bedeutet, dass an der elektrischen Anlage ein Mehrfachfehler auftreten muss, anderenfalls würde der Fehlerstrom-Schutzschalter nicht greifen. Der maximal zulässige Bemessungsfehlerstrom für den Personenschutz beträgt 30mA, der Fehlerstrom-Schutzschalter ist nicht dafür da, den elektrischen Schlag zu verhindern. Lediglich die Dauer einer Körperdurchströmung muss derart begrenzt werden, dass das Risiko des Eintretens von Herzkammerflimmern als einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung auf ein Minimum begrenzt wird. Diese Aufgabe erfüllt der Fehlerstromschutzschalter, welcher allerdings nicht als alleiniger Schutz gegen elektrischen Schlag, ohne Basis- und Fehlerschutz, nicht zulässig ist. Zwingend notwendig ist eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung für Steckdosen in Endstromkreisen mit einem Bemessungsstrom nicht größer als 20A, welche für die Benutzung durch elektrotechnische Laien zur Verfügung gestellt wird. Außerdem benötigt man einen Fehlerstrom-Schutzschalter als zusätzlichen Schutzschalter für Endstromkreise für im Außenbereich verwendete tragbare Betriebsmittel mit einem Bemessungsstrom nicht größer als 32A.
Ein Fehlerstrom-Schutzschalter ist in folgenden Situationen absolut notwendig:
  • sorgloser Umgang oder missbräuchliche Nutzung von elektrischen Betriebsmitteln
  • bei dem Zusammenleben mit Kleinkindern
  • Beschädigungen an der elektrischen Anlage durch äußere Einwirkungen
  • Bei Nichteinhalten der 5 Sicherheitsregeln durch Elektrofachkräfte
  • Zu Zwecken der Ausbildung
  • Bei Manipulationen an der elektrischen Anlage durch nicht fachgerechte Arbeit von Laien

Wenn die Bedingung zur automatischen Abschaltung der Stromversorgung für Überstrom-Schutzeinrichtungen nicht erfüllt sind, ist die Notwendigkeit zum Fehlerschutz durch einen Fehlerstrom-Schutzschalter gegeben. Wenn nach der Erdverbindung ein TT-System vorliegt ist dies der häufigste Fall für die Notwendigkeit eines FI-Schutzschalters. Hauptsächlich wird der Fehlerstrom durch den Ausbreitungswiderstand des Anlagenerders begrenzt, der durch die fehlende elektrische Verbindung zwischen Anlagenerder und Betriebserder entsteht.
Es gibt ebenfalls Fälle, in welchen der Fehlerstrom-Schutzschalter mit einem Bemessungsfehlerstrom größer 30mA verwendet werden, dazu gehören Verteilungsstromkreise sowie Endstromkreise, wenn dies aus anderen Gründen als dem Schutz gegen elektrischen Schlag erforderlich ist. Das Funktionsprinzip des FI-Schutzschalters ist Folgendes: der Fehlerstrom-Schutzschalter löst spätestens bei Erreichen des Bemessungsfehlerstroms aus und schaltet den betroffenen Stromkreis sofort vom vorgelagerten Netz ab. Ein Fehlerstrom tritt auf, wenn ein Teil des Stromes über unerwünschte Strompfade zurück zur Stromquelle fließt. Teil des Strompfades kann der Schutzleiter, das Gehäuse eines elektrischen Betriebsmittels, sowie das Erdreich mit allen metallischen Strukturen in elektrischem Kontakt mit Erde oder auch der Körper eines Menschen oder Tieres sein. Die arithmetische Summe aller Augenblickswerte der Ströme in den Außenleitern und dem Neutralleiter bildet der Fehlerstrom-Schutzschalter. In einer fehlerfreien Anlage muss die Summe Null sein.
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