Warum Erdung und Blitzschutz so wichtig sind
Eine fachgerecht geplante Erdungsanlage ist die Grundlage für den sicheren Betrieb elektrischer Anlagen. Sie stellt sicher, dass Fehlerströme und Blitzströme kontrolliert in das Erdreich abgeleitet werden und unterstützt damit sowohl den Personen- als auch den Anlagenschutz.
Je nach Bauweise, Bodenverhältnissen und Schutzanforderung kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz. Genau deshalb ist es sinnvoll, Erdung und Blitzschutz nicht nur als einzelne Produkte zu betrachten, sondern als zusammenhängendes System aus Erdungsanlage, Ableitwegen, Verbindungstechnik und Potentialausgleich.
Hinweis: Wir möchten Ihnen hier bewusst einen thematischen Überblick für Erdung und Blitzschutz geben. Die passenden Produkte und tiefgreifenderen Infos zum jeweiligen Erdungssystem finden Sie in den entsprechenden Kategorien Fundamenterder, Ringerder, Tiefenerder, Strahlenerder oder Potentialausgleich.
Arten der Erdungssysteme im Überblick
Je nach Gebäude, Untergrund und Bauweise kommen unterschiedliche Erdungssysteme zum Einsatz. In den folgenden Abschnitten erhalten Sie einen Überblick zu Fundamenterder, Ringerder, Tiefenerder, Strahlenerder und Potentialausgleich.
Fundamenterder Standardlösung im Neubau in Fundament oder Bodenplatte. |
Ringerder Äußerer Erder im Erdreich rund um das Gebäude. |
Tiefenerder Senkrecht eingebrachte Lösung für schwierige oder nachrüstbare Situationen. |
Strahlenerder Radial verlegte Erder bei steinigem oder felsigem Untergrund. |
Potentialausgleich Verbindet leitfähige Teile auf ein gemeinsames Potential. |
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Passendes Zubehör?Jedes Erdungssystem benötigt eine Erdungsklemme als Basis.
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Fundamenterder
Einsatz – Wann braucht man einen Fundamenterder?
Ein Fundamenterder in der Bodenplatte ist Pflicht für jeden Neubau.
Wichtig: In den seltensten Fällen ist er allein ausreichend für eine DIN gerechte Erdungsanlage.
- WU-Beton (wasserundurchlässig) → zusätzliche Erdung erforderlich
- Kombination mit Ring-, Tiefen- oder Strahlenerder notwendig
- Unterschiedliche Bodenplatten & Abdichtungen beeinflussen die Erdung
Fazit: Der Fundamenterder ist meist nicht „erdfühlig“ genug und muss ergänzt werden.
Aufbau – Wie wird ein Fundamenterder verlegt?
- Verlegung als Ring im Fundament bzw. in der Bodenplatte
- Mindestens 5 cm Betonüberdeckung
- Anschlussfahne im Hausanschlussraum (HAK) oder Zählerschrank
- Anschluss an die Hauptpotentialausgleichsschiene
Verbindung:
- Alle 2 m Verbindung mit Bewehrung (Klemmen verwenden)
- Bindedraht (Rödeldraht) ist nicht ausreichend
Maschenweite beachten:
- Zu große Abstände → zusätzliche Querverbindungen notwendig
Ohne äußere Blitzschutzanlage max. Maschenweite 20m x 20m |
Mit äußerer Blitzschutzanlage max. Maschenweite 10m x 10m |
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Material – Was wird benötigt?
- Bandstahl 30x3,5 mm (verzinkt)
- oder Rundstahl 10 mm
- Alternativ Edelstahl V4A möglich
Wichtig bei Übergängen:
- Außerhalb der Bodenplatte zwingend V4A
- Innen → verzinkte Kreuzverbinder
- Außen → V4A Kreuzverbinder
- Verbindung alle 2 m an Bewehrungsmatten
Die verzinkte Variante finden Sie in dieser Kategorie. V4A Lösungen sind meist unter Ringerder zu finden.
Warum zusätzlicher Erder notwendig?
Moderne Bodenplatten sind häufig hochohmig und wirken isolierend gegenüber dem Erdreich.
- Erdung erfolgt deshalb über äußere Systeme
- Fundamenterder wird zum Funktionspotentialausgleichsleiter
- Kombination mit z. B. Ringerder notwendig
Definition: Ein Fundamenterder, der mit einem äußeren Erder verbunden ist, übernimmt die Funktion des Potentialausgleichs.
Lösung im Altbau
Ein Fundamenterder kann im Bestand nicht nachgerüstet werden.
- Ringerder
- Tiefenerder
- Strahlenerder
Diese werden mit der Hauptpotentialausgleichsschiene verbunden.
Anschlussmöglichkeiten:
- Direkt über V4A Material
- oder Übergang auf NYY-J 1x16 mm² Kupferleiter
Der Potentialausgleich erfolgt über alle leitfähigen Teile (z. B. Metallrohre, PE-Leiter).
Sonderfall: Punktfundamente (z. B. Hallen)
- Mind. 2,5 m Bandstahl oder Rundstahl je Fundamentpunkt
- Mind. 5 cm Betonüberdeckung
- Verbindung aller Punkte als Ring
- Edelstahl V4A empfohlen
Maschenweite und zusätzliche Erder entsprechen den Anforderungen eines klassischen Fundamenterders.
Passende Lösungen für Neubau und Fundament:
Alle Details, Ausführungen und die richtigen Produkte finden Sie hier:
Fundamenterder ansehen
Ringerder
Einsatz – Wann braucht man einen Ringerder?
Da der Fundamenterder im Fundament in der Regel nicht „erdfühlig“ ist, wird ein zusätzlicher Ringerder benötigt.
Der dennoch in der Bodenplatte benötigte Fundamenterder wird bei dieser Variante Funktionspotentialausgleichsleiter genannt.
Auf diesen Funktionspotentialausgleichsleiter kann nach aktueller DIN nur unter bestimmten Voraussetzungen verzichtet werden:
- Gebäudeumfang max. 80 m
- Bewertung vor der Ausführung mit Auftraggeber, Anschlussnehmer und Planer notwendig
- Ergebnis muss vor der Errichtung schriftlich dokumentiert werden
- und weitere Bedingungen siehe DIN 18014
Wir empfehlen hier den einfachsten und im Zweifel sichersten Weg: Den Fundamenterder bzw. Funktionspotentialausgleichsleiter wie gewohnt in die Bodenplatte zu legen.
Aufbau – Wie baue ich einen Ringerder?
- Der Ringerder wird im Erdreich nicht zu nah am Haus, sondern möglichst 1 m entfernt verlegt.
- Die Verlegung erfolgt frostsicher in ca. 0,5 bis 1 m Tiefe.
- Sollte aus baulichen Gründen dort noch Frostschutz liegen, muss tiefer gegangen werden.
Dachüberstände sollten „umlegt“ werden, bis der Ringerder „erdfühlig“, also in möglichst feuchter Erde liegt. So kann ein geringer Erdungswiderstand gewährleistet werden.
Zusätzliche Verbindung erforderlich:
- umlaufend um das Gebäude
- alle 20 m oder
- im Abstand der Blitzschutz-Anschlussfahnen mindestens alle 15 m
Diese Verbindung muss zum in der Bodenplatte liegenden Funktionspotentialausgleichsleiter hergestellt werden.
| Beispiel für Gebäude ohne äußere Blitzschutzanlage |
Beispiel für Gebäude mit äußerer Blitzschutzanlage |
| max. Maschenweite 20 m x 20 m |
max. Maschenweite 10 m x 10 m |
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| Ringerder ohne Fundamenterder/Funktionspotentialausgleichsleiter für Altbaulösungen |
| Beispiel für Gebäude ohne äußere Blitzschutzanlage |
Beispiel für Gebäude mit äußerer Blitzschutzanlage |
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Material – Welches Material brauche ich für meinen Ringerder?
- Der Ringerder muss aus Edelstahl V4A als Bandstahl 30x3,5 mm oder 10 mm Rundstahl V4A ausgeführt werden.
- Ebenso müssen alle Verbindungen in V4A ausgeführt werden.
- Diese sollten zusätzlich mit einer Fettbinde eingewickelt werden.
Das beugt Korrosion vor und schützt die Verbindungen vor dem Eindringen von Wasser, Steinen und anderen chemischen Stoffen.
Verbindungen nach innen zum Funktionspotentialausgleichsleiter oder zur Potentialausgleichschiene führt man in der Praxis ebenfalls häufig komplett in V4A aus.
Lösungen für Erdreich und Außenverlegung:
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Tiefenerder
Einsatz – Wann braucht man einen Tiefenerder?
Die Erdung eines jeden Hauses ist Pflicht. Da der Fundamenterder im Fundament in der Regel nicht „erdfühlig“ ist, wird ein zusätzlicher Ringerder oder mehrere Tiefenerder benötigt.
Der trotzdem in der Bodenplatte benötigte Fundamenterder wird bei dieser Variante Funktionspotentialausgleichsleiter genannt.
Auf diesen Funktionspotentialausgleichsleiter kann nach aktueller DIN nur unter bestimmten Voraussetzungen verzichtet werden:
- Gebäudeumfang max. 80 m
- Bewertung vor der Ausführung mit Auftraggeber, Anschlussnehmer und Planer notwendig
- Ergebnis muss vor der Errichtung schriftlich dokumentiert werden
- und weitere Bedingungen siehe DIN 18014
Aufbau – Wie lang muss ein Stab/Tiefenerder sein?
Für Gebäude mit einer Grundfläche bis 200 m² werden benötigt:
- mindestens 2 Tiefenerder je 5 m tief oder 4 Tiefenerder je 3 m tief
Für Gebäude mit einer Grundfläche von 200 bis 400 m² werden benötigt:
- mindestens 4 Tiefenerder je 5 m tief oder 8 Tiefenerder je 3 m tief
Für Gebäude mit einer Grundfläche über 400 m² werden benötigt:
- mindestens 4 plus 1 je 100 m² Tiefenerder je 5 m tief oder 8 plus 2 je 100 m² Tiefenerder je 3 m tief
Aufbau – Wie baue ich einen Tiefenerder?
Treiben Sie den Tiefenerder außerhalb des Gebäudes, gegenüberliegend an den Hausecken, in die Erde ein.
Da dies meist schwerfällig geht, gibt es hilfreiche Spitzen und Einschlaghilfen als Aufsätze für Bohrhammer mit SDS max, SDS plus und HEXA-Aufnahme.
Bei vorhandenem Fundamenterder/Funktionspotentialausgleichsleiter:
- an jeden Tiefenerder eine Verbindungsleitung anschließen
- zulässig sind Bandstahl 30x3,5 mm V4A, Rundstahl 10 mm V4A oder Kupferdraht 16 mm²
- auf kürzestem Wege ins Gebäude führen
- Anschluss an Fundamenterder/Funktionspotentialausgleichsleiter
| Beispiel für Gebäude ohne äußere Blitzschutzanlage |
Beispiel für Gebäude mit äußerer Blitzschutzanlage |
| max. Maschenweite 20 m x 20 m |
max. Maschenweite 10 m x 10 m |
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Bei nicht vorhandenem Fundamenterder/Funktionspotentialausgleichsleiter:
- alle Tiefenerder mit geeignetem Bandstahl 30x3,5 mm V4A oder 10 mm Rundstahl V4A oder Kupferdraht 16 mm² untereinander verbinden
- auf kürzestem Wege ins Gebäude direkt zur Hauptpotentialausgleichsschiene im Hausanschlussraum führen
| Tiefenerder ohne Fundamenterder/Funktionspotentialausgleichsleiter für Altbaulösungen |
| Beispiel für Gebäude ohne äußere Blitzschutzanlage |
Beispiel für Gebäude mit äußerer Blitzschutzanlage |
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Material – Welches Material brauche ich für meinen Tiefenerder?
- Der Tiefenerder muss aus Edelstahl V4A, z. B. 20 mm Durchmesser, sowie in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Unsere Tiefenerder sind ab 1m erhältlich.
- Edelstahldraht, Bandstahl in V4A oder 16 mm² Kupferleiter als Verbindungsleitungen.
- Eine Korrosionsschutz- bzw. Fettbinde, um alle Verbindungen zusätzlich vor Wasser, Schmutz, chemischen Stoffen und Korrosion zu schützen.
Lösungen für schwierige Bodenverhältnisse:
Zusätzliche Details, passende Ausführungen und direkt die richtigen Produkte finden Sie hier:
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Strahlenerder
Einsatz – Wann kann ich einen Strahlenerder einsetzen?
Ist der Untergrund sehr steinig oder felsig und bereitet Schwierigkeiten, einen Tiefenerder einzutreiben, kann dieser durch einen Strahlenerder ersetzt werden.
Er muss in der gleichen Anzahl, aber mindestens je 10 m lang sein.
Aufbau – Wie lange muss ein Strahlenerder sein?
Für Gebäudegrundflächen bis 200 m² werden benötigt:
- mindestens 2 Strahlenerder je 10 m
Für Gebäudegrundflächen von 200 bis 400 m² werden benötigt:
- mindestens 4 Strahlenerder je 10 m
Für Gebäudegrundflächen über 400 m² werden benötigt:
- mindestens 4 plus 1 je 100 m² Strahlenerder je 10 m
Aufbau – Wie baue ich meinen Strahlenerder?
- mindestens je 10 m lang
- außen entlang der Hauswand verlegen
- wie ein Ringerder möglichst 1 m vom Haus entfernt
- frostsicher in ca. 0,5 bis 1 m Tiefe im Erdreich verlegen
Sollte aus baulichen Gründen dort noch Frostschutz liegen, muss tiefer gegangen werden.
Dachüberstände sollten „umlegt“ werden, bis der Strahlenerder „erdfühlig“ in möglichst feuchter Erde liegt. So kann ein geringer Erdungswiderstand gewährleistet werden.
Eine Kombination aus Strahlenerder und Tiefenerder ist ebenfalls zulässig.
| Beispiel für Gebäude ohne äußere Blitzschutzanlage |
Beispiel für Gebäude mit äußerer Blitzschutzanlage |
| max. Maschenweite 20 m x 20 m |
max. Maschenweite 10 m x 10 m |
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| Strahlenerder ohne Fundamenterder/Funktionspotentialausgleichsleiter für Altbaulösungen |
| Beispiel für Gebäude ohne äußere Blitzschutzanlage |
Beispiel für Gebäude mit äußerer Blitzschutzanlage |
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Material – Welches Material brauche ich für meinen Strahlenerder?
- Der Strahlenerder muss ebenso wie der Ringerder aus Edelstahl V4A als Bandstahl 30x3,5 mm oder 10 mm Rundstahl V4A ausgeführt werden.
- Edelstahldraht, 16 mm² Kupferleiter oder gleiches Material als Verbindungsleitungen und Hauseinführung.
- Eine Korrosionsschutz- bzw. Fettbinde, um alle Verbindungen zusätzlich vor Wasser, Schmutz, chemischen Stoffen und Korrosion zu schützen.
Alternative bei felsigem Untergrund:
Passende Ausführungen und Produkte in Form von Ring-, Band- und Rundstahl V4A finden Sie hier:
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Potentialausgleich
Grundlagen – Was ist ein Potentialausgleich?
In Gebäuden entstehen durch leitfähige Teile gefährliche Spannungen.
Diese Potentialunterschiede werden durch den Potentialausgleich, also eine elektrische Verbindung, auf ein gemeinsames Potential gebracht und damit reduziert.
Realisiert wird dieser Potentialausgleich durch eine Haupterdungsschiene bzw. Potentialausgleichsschiene, welche in der elektrischen Anlage des Gebäudes installiert wird.
Indem alle leitfähigen Teile des Gebäudes mit der Potentialausgleichsschiene verbunden werden, entsteht das gleiche Potential.
Wichtig: Der Potentialausgleich ist in Deutschland nach DIN VDE 0100-410 vorgeschrieben.
Neben dem Schutz gegen elektrische Schläge und dem Schutz elektrischer Betriebsmittel bei Überspannung gewinnt auch die elektromagnetische Verträglichkeit immer mehr an Bedeutung.
Aufgabe – Welche Aufgabe hat der Potentialausgleich?
Der Potentialausgleich übernimmt die Aufgabe, Fehlerströme und Überspannungen in Bezug auf elektrische Anlagen sicher abzuleiten und Potentialdifferenzen zu minimieren.
Man unterscheidet den Potentialausgleich nach seiner Aufgabe in:
Schutzpotentialausgleich
- Ziel: Schutz gegen Stromschlag
- Maßnahme: Vorhandensein eines Schutzleiters für jeden Stromkreis
- Querschnitt: mind. 6 mm² Kupfer, 16 mm² Aluminium oder 50 mm² Stahl
Funktionspotentialausgleich
- Ziel: Funktionsgewährleistung von Betriebsmitteln und technischen Anlagen
- Maßnahme: Anschluss an der Haupterdungsschiene des Gebäudes
- Querschnitt: mind. 4 mm² Kupferleitung
Blitzschutzpotentialausgleich
- Ziel: Verringerung von Potentialdifferenzen bei Blitzschlag
- Maßnahme: Potentialausgleich an die Haupterdungsschiene sowie direkter Anschluss an das Blitzschutzsystem oder Anschluss über Überspannungsschutzgeräte
- Querschnitt: mind. 6 mm² Kupfer
In der Praxis verwenden Profis für Heizungsanlagen, berührbare Metallteile und Telekommunikations- bzw. Netzwerkverteiler meist 4 mm².
Für Hausanschlusskasten, Überspannungsschutz oder Satellitenanlage werden häufig mindestens 16 mm² genutzt. Gerade bei Satellitenanlagen kommt es auf Blitzstromfestigkeit an.
Aufbau – Was ist eine Potentialausgleichsschiene?
Mit einer Potentialausgleichsschiene verbinden Sie alle in einem Gebäude befindlichen metallischen Einrichtungen und Strukturen sowie den jeweiligen Fundamenterder auf ein gemeinsames Erdpotential.
Typischerweise werden unter anderem angeschlossen:
- Fundamenterder
- Schutzleiter
- Überspannungsableiter
- Wasserleitungen
- Heizungsrohre
- Netzwerkanlagen
- Antennenanlagen
- Photovoltaikanlagen
- weitere metallische Gebäudeteile
Was ist ein örtlicher Potentialausgleich?
Zusätzlich muss in bestimmten Bereichen ein örtlicher Potentialausgleich hergestellt werden.
Dabei werden elektrisch leitfähige Elemente eines Raums oder Bereichs und der Schutzleiter miteinander verbunden.
In welchen Bereichen kommt der örtliche Potentialausgleich zum Einsatz?
Ein örtlicher Potentialausgleich ist in Arealen und Räumen mit besonderer Gefährdung vorgeschrieben, zum Beispiel:
- in Räumen mit Dusche oder Badewanne
- in Schwimmbädern
- in Saunen
- in landwirtschaftlichen Anwesen
- in medizinisch genutzten Räumen
- in Feuchträumen
- in bestimmten Industriegebäuden
Beispiel Badezimmer
Gerade im Badezimmer spielt die Potentialsteuerung eine wichtige Rolle.
In vielen Fällen wird ein Zusatzpotentialausgleich verlangt, der leitfähige Rohrsysteme beim Eintritt in das Bad einbezieht.
Fachleute raten häufig dazu, hier nicht auf vorbeugende Schutzmaßnahmen zu verzichten.
Die Basis bilden Metallgitterplatten
Eine Potentialsteuerung kann im Badezimmer z. B. über eine Metallgittermatte im Estrich realisiert werden.
Diese wird mit einer Kupferleitung mit dem örtlichen Potentialausgleich verbunden.
Ort – Wo befindet sich der Haupt-Potentialausgleich?
In der Regel befindet sich der Haupt-Potentialausgleich im Hausanschlussraum eines Hauses, da sich dort das Anschlusskabel des Fundamenterders oder auch die Anschlussfahne befindet.
Bei diesem Haupt-Potentialausgleich handelt es sich um eine Haupterdungsschiene, auf der die Schutzleiter der Stromversorgung, die Schutzpotentialausgleichsleiter sowie alle Erdungsleiter zusammenlaufen.

Unterschied – Erdung und Potentialausgleich
Beim Potentialausgleich werden leitende Teile des Gebäudes und der elektrischen Anlage über die Potentialausgleichsschiene miteinander verbunden und die Potentialdifferenzen damit auf ein gemeinsames Potential gebracht.
Bei der Erdung wird die elektrische Anlage mit der Erde verbunden.
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Potentialausgleich – passende Komponenten
Lösungen für Neubau & Nachrüstung:
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FAQ – Häufige Fragen zu Erdung und Blitzschutz